Andreas Grabolle, Biologe, Klimaexperte, Wissenschaftsjournalist und Vater, hat sich intensiv mit dem Thema Tiere als Nahrungsmittel auseinandergesetzt, um eine fundierte Entscheidung darüber treffen zu können, was auf den Familientisch kommt – und lebt heute vegan.
Sein 2012 veröffentlichtes Buch „Kein Fleisch macht glücklich“ reiht sich in eine Reihe von Büchern ein, die sich damit beschäftigen, was es eigentlich bedeutet, Tiere zu essen. Sie alle machen klar:
Dieses Thema geht jeden an, keiner kann sich raushalten. Und Eltern schon gar nicht. Denn wer für die Erziehung (und somit auch Ernährung) von Kindern verantwortlich ist, kann es sich nicht leisten, zu ignorieren, dass


  • viele Zivilisationskrankheiten, wie z. B. Übergewicht, Diabetes, Allergien, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck und Krebs, durch den Konsum von Fleisch begünstigt werden und Vegetarier eine höhere Lebenserwartung haben als Fleischesser;

  • sich die bedeutendsten Gesundheitsorganisationen weltweit positiv zu vegetarischen Ernährungsformen, einschließlich der veganen Ernährung, äußern und diese für Menschen aller Altersstufen – also auch für Kinder – empfehlen;
  • es sich bei dem unbewussten Wertesystem, das Menschen von klein auf darauf konditioniert, Hunde zu lieben, aber Schweine zu essen und Kühe zu tragen – dem sogenannten Karnismus –, um eine gewalttätige Ideologie handelt;
  • durch die Fleisch-, Milch- und Eierproduktion mehr Treibhausgasemissionen verursacht werden als durch den gesamten globalen Verkehr;
  • das Ökosystem Erde kollabieren wird, wenn sich der Fleisch- und Milchkonsum zwischen 2000 und 2050 wie prognostiziert verdoppelt;
  • für die Erzeugung von nur einem Kilogramm Rindfleisch etwa 10 Kilogramm Getreide und/oder Soja sowie mehr als 15.000 Liter Wasser benötigt werden und die Fleischproduktion somit als die wohl effektivste Form der Nahrungsmittel- und Ressourcenvernichtung bezeichnet werden kann;
  • die Produktion der in Deutschland und anderen westlichen Ländern nachgefragten Fleischmengen ohne gigantische Futterimporte aus Entwicklungsländern nicht möglich wäre, der Fleischkonsum in reichen Ländern also untrennbar mit Hunger und Tod in armen Ländern verbunden ist;
  • der Durchschnittsdeutsche im Laufe seines Lebens fast 1.100 Tiere verspeist (Fische und andere Meerestiere nicht eingerechnet);
  • rund 98 Prozent der in Deutschland zum Verzehr gehaltenen Tiere ihr kurzes Leben in der Massentierhaltung verbringen und
  • sich die Zahl der vegetarisch lebenden Menschen in Deutschland in den letzten 30 Jahren mehr als verfünfzehnfacht hat, es inzwischen mindestens 800.000 Veganer gibt und immer mehr Eltern ihre Kinder bewusst fleischfrei erziehen.   

Mehr dazu, warum es in unserem ureigensten Interesse als Eltern liegt, fleischfrei zu leben und zu erziehen, findet sich in den Abschnitten Gesundheit, Erziehung, Umwelt- und Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit/Welthunger und Ethik/Moral.

 

Und wer wissen möchte, wer für diese Website verantwortlich ist und welche Motivation dahintersteckt, erfährt hier mehr.

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